Schützenumzug 2019 mit Festwagen der Radballer
29. Juni 2019

Klauenberg/Miehe erstmalig in 2. Bundesliga aufgestiegen, Wittig/Gatzke verpassen den Aufstieg

v. l.: Hendrik Klauenberg, Manuel Miehe

Nach 10 Jahren ist der R. C. Germania Hahndorf im Radball wieder zweitklassig. Hahndorf I, Hendrik Klauenberg und Manuel Miehe, sicherten sich im Finale Aufstieg zur 2. Bundesliga in Darmstadt durch Platz zwei den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse. Hahndorf II, Hagen Wittig und Julian Gatzke, belegten in einem starken Feld in Prechtal Platz fünf und verpassten den Aufstieg. Sie treten in der nächsten Saison mit Ihren Vereinskammeraden Robin Schiller und Arne Stoewenau erneut in der Oberliga an.

Für Klauenberg/Miehe begann der Spieltag perfekt. Im Auftaktmatch gegen die Vertretung aus Hechtsheim gelang ein 7-1 Kantersieg. Gegen Darmstadt entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Beim Stand von 4-3 hatte Manuel den Ausgleich auf dem Rad, wurde aber regelwidrig beim Einschuss gehindert. Der Schiedsrichter wertete die Situation anders und es ging ohne Freischlag für Hahndorf weiter. Als Darmstadt auf 5-3 erhöhte, musste Hahndorf die Defensive öffnen, was die offensiv starken Darmstädter zum 6-3 Endstand nutzten. Ginsheim zeigte im folgenden Spiel bis 1:10 Min vor Ende ein starkes Spiel und führte aufgrund einer Reihe perfekter Eckbälle verdient mit 6-3. Durch zwei Fehler, die Manuel zum 6-5 Anschluss nutzen konnte, keimte wieder Hoffnung im Lager der Germanen auf. Mit einem letzten Strafball aus fünf Metern gelang Hendrik der viel umjubelte Ausgleich. Dieses Spiel beflügelte die Hahndorfer, die Tollwitz aus einer gesicherten Defensive heraus 5-0 niederringen konnten. Im abschließenden Spiel ging es gegen die bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Reichenbacher. Nur mit einem Sieg war der Aufstieg noch möglich. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lange ging es hin und her. Hahndorf führte 1-0, Reichenbach gelang das 2-1, ehe Hahndorf wieder mit 3-2 in Führung ging. Kurz vor der Pause dann der verdiente Ausgleich zum 3-3 für Reichenbach. In der zweiten Halbzeit fielen lange, trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten, keine Tore. Hendrik nutze erneut einen Freischlag, diesmal aus 7 Metern, zur 4-3 Führung, die Hahndorf bis zum Ende halten konnte. So war Ihr ersten Aufstieg nach 10 langen Jahren perfekt.

Beim Parallelspieltag in Prechtal waren die äußeren Bedingungen bei schwülwarmen 28 Grad alles andere als gut für Hallenradsport. Hahndorf II, Hagen Wittig/Julian Gatzke, mussten im ersten Spiel gegen den Favoriten aus Zscherben ran. Zscherben hatte mit Michael Gerdes den besten Spieler des Tages in ihren Reihen und dieser lies kaum Offensivaktionen der Germanen zu und war maßgeblich am 7-1 für Zscherben beteiligt. Im zweiten Spiel gegen Leipzig hatten die Hahndorfer keinen Zug nach vorne und waren in der Defensive viel zu offen. Am Ende mussten sie sich deutlich mit 4-10 geschlagen geben. Mit dem Rücken zur Wand ging es nun gegen den Gastgeber aus Prechtal, der gut ins Turnier gestartet war. Hahndorf agierte nun sicherer und auch die Eckbälle zeigten endlich Wirkung. Der Lohn war eine schnelle 3-0 Führung. Hahndorf kontrollierte nun das Spiel und ließ lediglich noch den Ehrentreffer zum 3-1 zu. Gegen Waldrems gelang eine schnelle 2-0 Führung und es keimte wieder Hoffnung bei den mitgereisten Fans auf, doch aus unerklärlichen Gründen nahm in Halbzeit zwei die Fehlerhäufigkeit bei Wittig/Gatzke zu, die Waldrems auf die Siegerstraße führte. Ein verschossener 4-Meter-Strafball von Hagen tat sein Übriges. So unterlagen die Germanen am Ende unnötig mit 6-7. Vor dem letzten Spiel gegen Gärtringen war klar, dass beide Teams nicht mehr den Aufstieg erreichen konnten. So entwickelte sich ein munteres Spiel, das Hahndorf am Ende mit 3-1 für sich entscheiden konnte. Im Spiel nach vorne müssen sich die beiden noch steigern, dann kann auch Ihnen der Aufstieg in naher Zukunft gelingen. Kuriosität am Rande: die Schiedsrichter verteilten bei eigentlich fairen Spielen, so die einhellige Meinung aller Teams, 14 gelbe und eine gelb/rote Karte. Nicht alltäglich für einen Radball-Spieltag.